Der Begriff “Schulkindergarten” bringt die pädagogische Idee zum Ausdruck, zwischen Kindergarten und Schule zu vermitteln. Der Schulkindergarten ist ein Teil der Grundschule Goetheschule und  der einzige der Stadt Goslar. Er wird zur Zeit von 9 Kindern aus den Grundschulen Goetheschule, Sudmerberg, Oker und Zellerfeld besucht. Die Kinder erhalten 20 Wochenstunden Unterricht  erteilt. Der Schulkindergarten wird von schulpflichtigen Kindern besucht, die das 6. Jahr vollendet haben und die noch nicht in der Lage sind, erfolgreich am Unterricht der 1. Klasse teilzunehmen.

Diese Kinder befinden sich noch in einem Durchgangsstadium zur Reife, zu ihrer vollen Entwicklung. Vielleicht sind sie noch zu verspielt und können noch nicht längere Zeit bei einer Aufgabe bleiben. Vielleicht sind sie körperlich noch nicht reif für den Schulbesuch. Vielleicht fällt es ihnen auch noch schwer, sich in eine größere Kindergruppe einzufügen. Ziel des Schulkindergartens ist es, die Kinder auf die Schule vorzubereiten. Im Einzelnen soll

  • das Selbstvertrauen der Kinder aufgebaut und gefestigt,
  • ihre Fähigkeit zur Selbstkontrolle erweitert,
  • ihre Bereitschaft und Fähigkeit, mit anderen Kontakte aufzunehmen, zu spielen und zu arbeiten, verbessert,
  • ihre Konzentrations- und Merkfähigkeit erweitert,
  • ihre Sprachbereitschaft und Sprechfähigkeit in der Gruppe entwickelt,
  • die Grob- und Feinmotorik weiter ausgebildet und
  • die Wahrnehmungsfähigkeit sensibilisiert werden.

 

Aus diesen Punkten ergibt sich, dass im Schulkindergarten kein Fachunterricht abgehalten wird. Die Förderung erfolgt in Lernbereichen, die ineinander übergreifen und an der Erlebniswelt des Kindes orientiert sind. Es wird nicht nur der "Kopf" angesprochen, sondern das Kind in seiner Gesamtpersönlichkeit gefördert. Die Arbeit zielt daraufhin, das Kind auf zukünftige Lebenssituationen vorzubereiten.

Das Lernen der Kinder erfolgt in Form von "freien Aktivitäten" und gelenkten Angeboten. Während der freien Aktivitäten haben die Kinder die Möglichkeit, Spielmaterial und Spielpartner selbst zu wählen, zu experimentieren, etwas herzustellen, Fertigkeiten zu üben sowie Aufgaben aus geplanten Angeboten selbsttätig fortzuführen.

In geplanten Angeboten führt die Lehrkraft Kinder an Fragen oder Vorhaben heran, stellt die Aufgaben, legt Ziele, Materialien und Sozialformen fest, übt erforderliche Arbeitsformen gemeinsam mit den Kindern ein, sorgt dafür, dass die Lerngruppe bis zum Erreichen von Ergebnissen bei der Sache bleibt und dass Fähigkeiten und Fertigkeiten gesichert und Ergebnisse überprüft werden.

Die Anforderungen sind an den unterschiedlichen Leistungsvermögen der Kinder orientiert.

Begleitet wird die pädagogische Arbeit durch gezielte und systematische Beobachtungen. Die Beobachtungen sind Grundlage für gezieltes und angemessenes pädagogisches Handeln.